Das Verhalten von Fußgänger:innen oder: "Jenseits der Induktionsschleife"

Eine der komplexeren Herausforderungen im Verkehrsmanagement ist der sichere Straßenübergang für Fußgänger:innen. Fußgänger:innen sind die am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmenden, und insbesondere Kinder sowie ältere Menschen haben unter Umständen gar keine Alternativen zur Teilnahme am Straßenverkehr.

Es gibt laufende Bemühungen, die Zahl der Fußgängerüberwege (FGÜ) zu erhöhen und ihre Nutzung zu verbessern. Die Möglichkeiten reichen von verschiedenen Ampelanlagen über Stoßelemente für den motorisierten Verkehr bis hin zu verschiedenen Positionen des FGÜ und ihre Gestaltung.

All diese Maßnahmen sind jedoch unwirksam, wenn sie nicht den Bedürfnissen sowie Verhaltensweisen von Fußgänger:innen entsprechen. Erhebliche Diskrepanzen (z.B. fehlende oder falsch platzierte Fußgängerüberwege) führen zu einem Verhalten, das im Englischen mit dem Begriff "jaywalking" beschrieben wird - also das "wilde" Überqueren der Straße. Und das hat einige der gefährlichsten Situationen im Stadtverkehr zur Folge. 

Zusammengefasst lässt sich sagen: Durch Beobachtung des Fußgängerverhaltens lässt sich leicht feststellen, ob Änderungen an der Anordnung und/oder Gestaltung von Fußgängerüberwegen notwendig sind.

Lösung

Die wesentlichen Elemente sind erstaunlich einfach: Zählen Sie für jedes Zählelement nicht nur den zu erwartenden Verkehr entlang der Fahrspuren und der Kreuzungen mit einer Quelle-Ziel-Analyse. Sondern fügen Sie einfach eine oder mehrere Counting Lines in der Straßenmitte hinzu und lassen Sie den optischen Sensor die Personen zählen, die die Straße in der jeweiligen Zone überqueren.

Dies ermöglicht einen unmittelbaren Eindruck in die Akzeptanz der Anlage(n) bei den Fußgänger:innen und ob beispielsweise folgende Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten:

  • Verlegung des Fußgängerüberwegs, bzw. Zebrastreifens
  • Hindernisse wie etwa Zäune, um ein unbefugtes Überqueren ohne FGÜ zu verhindern
  • Die Option, Fußgänger:innen mithilfe von entsprechenden Signalen zu geschützten FGÜs zu leiten

Fazit

Viel zu lange haben wir uns darauf fokussiert, das Erwartbare zu messen: Induktionsschleifen zählen den Verkehr nur auf damit ausgestatteten Fahrspuren. Infrarot- und/oder Lichtschranken zählen Personen an Ampeln. 

Bei der Sicherheit geht es jedoch darum, zu wissen - oder zumindest erahnen zu können - was unerwartet passiert: Fahrzeuge und Fahrräder, die auf der falschen Fahrspur oder sogar in falscher Fahrtrichtung unterwegs sind; Personen, die ohne Zebrastreifen oder Ampel die Straße überqueren; Fahrzeuge, die zu schnell fahren; Fahrräder mit hohen Geschwindigkeitsunterschieden auf schmalen Radwegen.

Die Verbesserung der Sicherheit in immer angespannteren Verkehrssituationen erfordert eine bessere Infrastruktur und intelligente Sensoren, die in der Lage sind, die Auswirkungen jedes Eingriffs zu messen. Der erste Schritt kann schon morgen, wenn nicht heute, getan werden.

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